Mehr Akademiker braucht das Land!

Österreich zählt bekanntlich zu den Ländern mit der niedrigsten Akademikerquote, weshalb man hierzulande zunächst versuchte, ein Studium vor allem auf dem wirtschaftlichen Sektor  attraktiver zu machen. Dass dieses Angebot nur auf wenig Resonanz stieß, ist weiter nicht verwunderlich, denn massenhaft Leute entlassen, einen Betrieb zugrunde richten und sich selbst bereichern kann man theoretisch auch ohne Studium, wenn auch vielleicht ein wenig langsamer.

Neuerdings versucht man ganz neue und ganz abstruse Studienrichtungen zu etabieren. So wirbt etwa das „bfi“ mit einem Master „Logistik und Transportmanagement“, der einem erweiterten Taxischein entspricht, und vermutlich ab nächstem Jahr wird es dort endlich auch den begehrten „Hausmaster“ geben.

Unterdessen will die WU neben dem klassischen Betriebswirten auch anderen Wirten zu einem akademischen Grad verhelfen:

 

Diplom "Hüttenwirtin"

Der Vorteil dieser Studien ist, dass man sie wie alle anderen Wirtschaftsstudien und Jus ganz einfach absitzen kann (nämlich bei der „Executive Academy“), der Nachteil ist, dass „sitzen“ natürlich wertvolle Zeit kostet, in der man schon einige Betriebe hätte ruinieren können.

Einen ganz neuen Weg, die Akademikerquote zu steigern, schlug man mit der Methode der Umbenennung ein. So heißt die Pädagogische Akademie seit einigen Jahren Pädagogische Hochschule.

Diesen vielversprechenden Ansatz kann man natürlich noch effizienter gestalten: Wir benennen ganz einfach alle Volksschulen in Hochschulen um und jeder Volksschüler bekommt bei gutem Betragen neben dem Gameboy auch gleich ein Doktordiplom. Die weniger braven müssen mit dem ordinären „Bätschela“ vorlieb nehmen und dazwischen gibt es noch den (Haus-)Master.

Jedenfalls hätte das Land sogleich eine Akademikerquote von 100% und das zu geringstmöglichen Kosten. Denn das Geld werden wir so wie in der Ära der „alten“ Akademiker brauchen, um die von den Akademikern ruinierten Betriebe und Banken zu sanieren.

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